Banausenalltag - Die Welpenzeit
Woche 9 (29.09. - 04.10.) ABSCHIED
Hinter uns liegen schöne Monate, die mit einem harmonischen Deckakt in Tschechien begonnen haben und nun nach 8 Wochen Aufzucht mit dem Auszug unserer Banausen enden. Wir freuen uns sehr über unsere muntere und mutige Welpenschar, die wir mit viel Herzblut bei ihren ersten Abenteuern begleitet haben. Natürlich sind wir auch ein wenig traurig, dass unser großes Rudel nun flügge wird, aber wir wissen, dass sie bereit sind an der Seite IHRER Menschen die große Welt da draußen zu entdecken. Und ganz ruhig wird es auch diesmal bei uns nicht werden: die kleine BLOMMA hat von Anfang an keinen Zweifel daran gelassen, dass sie schon Zuhause ist 🥰. Ein bißchen verrückt ist das schon mit künftig 3 Hovawarten, aber auch unglaublich schön.
Und damit schließt sich das Tagebuch unserer Banausen an dieser Stelle. Zum Abschied gibt es noch schöne Fotos von der Bergbande. Danke liebe Steffi für die tollen Bilder ❤️!

BJARNY - Rufname BARNEY
Unser Bjarny ist in neuen Situationen erst einmal beobachtend und nimmt sich seine Zeit die Welt zu erforschen.
Er macht dies nun mit der liebevollen Unterstützung von RONALD und MICHAEL in Berlin.

BONO - Rufname HALVAR
Bono ist ein aufgeweckter, kräftiger Rüde, der das gemeinsame Spiel mit seinen Geschwistern über alles liebt. Er ist fröhlich und für jeden Spaß zu haben.
Er bereichert nun das Leben von KAY in Troisdorf.

BEEKE - Rufname SALLY
Beeke ist eine typstarke Hündin, die ihren eigenen Kopf hat und ihre eigenen Wege geht. Sie ist mutig, verschmust und abenteuerlustig.
Sie ist nun mit SIMONE und RALF auf Entdeckungstour in Bergkamen.

BENJA
Benja hat den Schalk im Nacken sitzen. Sie ist verspielt und hat jede Menge Spaß daran, ihren Geschwistern aufzulauern, um dann eine wilde Jagd zu beginnen.
Sie lauert nun KORDULA und CARSTEN und ihrem blonden Hovikumpel DAICO in Duisburg auf.

BANTO - Rufname DANTE
Banto ist ein kräftiges und pfiffiges Kerlchen, der mit seinem Blick jeden um den Finger wickelt. Er hat schon in der Welpenzeit das Vorsitzen und Anschmachten perfektioniert.
Er verzaubert nun NADINE und ANTONIO in Gipperath.

BLIKA - Rufname HOLLY
Unsere kleine blonde Lady braucht anfangs immer etwas Zeit um warm zu werden. Wenn sie aber ihr Herz erst einmal verschenkt hat, gibt es kein Halten mehr.
Sie hat das Herz von MECHTHILD und ROLAND in Willich erobert.

BRIGGS
Briggs ist eine Nummer für sich. Er lässt keine Gelegenheit aus, wild mit seinen Geschwistern zu toben und gleichzeitig ist er ein Meister, den Platz auf unserem Arm zu erobern.
Er tobt nun mit NICOLE und RALF in Moers durchs Leben.

BLOMMA
Und dann ist da zu guter Letzt noch Blomma. Sie ist turbulent und eine kleine Rakete. Ist irgendwo Action, ist sie garantiert nicht weit. Asmus hat sie schon sehr frühzeitig für sich gewonnen, so dass auch der Rest des Bergbande-Rudels ihrem aufdringlichen Charme erlegen ist.
Sie bleibt bei uns in Bochum und stellt nun ordentlich das Leben aller Zwei- und Vierbeiner auf den Kopf.
Woche 8 (21.09. - 27.09.)
Die Banausen haben uns und auch unsere beiden großen Hovis die letzte Zeit ordentlich auf Trab gehalten. Der Erkundungs- und damit unmittelbar einhergehend der Umgestaltungsdrang kennt keine Grenzen mehr. Nachdem das bunte Spielhäuschen erst nur als Versteck- und Klettereinrichtung genutzt wurde, dient es mittlerweile auch als Sichtschutz vor vielleicht ungewünschter Gartenumgestaltung. Beeke und Blika haben sich in Kooperation mit Bjarny und Briggs etwas ganz Besonderes für uns überlegt. Sie haben heimlich, still und sichtgeschützt begonnen, die Unterkellerung des Häuschens voranzutreiben. Als ich die Baumaßnahmen bemerke, haben sie schon so weit geschachtet, dass einer von ihnen mühelos in dem Loch verschwinden kann 😬. Während ich noch sinniere, wie ich die Ausgrabungen von unerwünschten Bodenschätzen stoppen kann, macht mich Blomma darauf aufmerksam, dass dies nicht das einzige Bauvorhaben der Banausenbande ist. An einer weiteren vom Häuschen gut verdeckten Stelle, gibt Madam gerade alles, um auch dieses Loch groß genug zum Einsitzen auszuheben. Das einzige, was mir dazu einfällt, ist Rasenrestauration nach Auszug der Bande. Die Ausbildung zum GaLa-Bauer haben sie jedenfalls bei uns schon mit Zertifikat abgeschlossen 😅.
Zusätzlich zu den bisherigen Spielgeräten gibt es in Woche 7 noch eine schöne Hängebrücke, die ordentlich wackelt, wenn man darüber läuft. Als ich die Brücke im Auslauf aufstelle, bin ich sofort von 8 neugierigen Hovis umzingelt, die nun SOFORT dieses neue Teil erkunden müssen. Es bleibt kaum Zeit, den Auf- und Abstieg noch korrekt einzuhängen, da stürmen Briggs und Banto schon los, weil sie ganz dringend die Ersten sein müssen. Bei einem beherzten Sprung auf die Brücke hat Briggs jedoch die Instabilität unterschätzt und rutscht postwendend rittlings von der Pole-Positon ins Aus oder besser gesagt in den Rasen. Banto, der die forsche Aktion seines Bruders vom Podest beobachtet hat, tastet sich daraufhin etwas vorsichtiger nach vorne. In der Mitte der Brücke angekommen, sieht man ihn förmlich von innen heraus strahlen: hab ich das nicht toll gemacht 👑. Und wie er da noch so steht und seinen Erfolg feiert, liegt auch er - zack - im Gras. Von der gegenüberliegenden Seite hatten sich Benja und Blomma entschieden, dem Jüngling die Krone zu entreißen. Gegen doppelte Frauenpower hatte der arme Kerl keine Chance!
Das Wetter meinte es auch die letzten beiden Wochen gut mit uns und den Banausen. Natürlich ist einem Hovawart auch bei 24 Grad schon mehr als zu warm und so musste zwischenzeitlich Abkühlung her. Ich entscheide eines Nachmittags, dass bei ausbleibendem Regen von oben, auch ein Gartenschlauch gute Dienste leisten kann. Bei dieser Abwechslung begehe ich allerdings mehrere Fehler. Fehler Nummer 1: ich rolle viel Schlauch ab, damit ich im Welpenbereich auch genug Reichweite habe. Welpenzähne an Gartenschlauch führen allerdings nicht zur gewünschten Abkühlung, sondern zu Druckverlust und Tropfschlauch. Fehler Nummer 2: während ich den Schlauch zügig wieder einrolle, lege ich die Düse im Welpenbereich ab. Das finden die Hovis großartig und sind blitzschnell dabei, mit Demontage (milde ausgedrückt) zu unterstützen. Fehler Nummer 3: ich habe die Türen zum Wintergarten nicht geschlossen. Nachdem ich dann mit Schlauch und Düse von außen für ordentlich Sprühregen gesorgt habe, den die kleine Bande mehr als genossen hat, sehe ich aus dem Augenwinkel, wie die Banausen sich im Sandkasten wälzen und dann wie angestochen durch den Indoor-Bereich rasen. Ja nun - man lernt als Züchter nie aus 😇.
In der 8. Woche steht dann natürlich auch noch ein gemeinsamer Ausflug mit dem Auto auf dem Programm. Da man dies möglichst tut, wenn das Welpenbäuchlein noch leer ist, rüsten wir uns vor dem Frühstück für das Abenteuer. Bei der Bande ist schon ordentlich Unmut zu hören, dass es um 6:45 Uhr noch immer nichts in den Napf gegeben hat. Man kann sie doch jetzt so kurz vor dem Auszug hier nicht verhungern lassen. Keine Sorge Kinderchen - wir fahren nur mal kurz zum Bäcker 😂. Wir verfrachten die Banausen gerecht verteilt in unsere große Doppelbox - 4 links und 4 rechts. Es gibt ordentlich Gerangel und Geschiebe und immer, wenn ein neuer Banause einsteigt, möchte ein anderer gerne schon wieder aussteigen. Nach 10 Minuten haben wir aber dann alle sicher und lautstark an Bord und fahren los. Als Jörg den Motor startet und anfährt, ist augenblicklich Stille. Die Betonung liegt hier allerdings auf Augenblick 🥳. 3 Sekunden später bekommen wir geballte Banausenbeschwerde auf die Ohren - und das vor dem Kaffee. Wir wohnen ja fast auf dem Land - da fährt man schon mal über 30 Minuten zum Bäcker. Im Laufe der Fahrt und mit Radiountermalung beruhigt sich das Geschwader im Kofferraum und hat sich dann das Frühstück auch redlich verdient 🥰.
Und dann ist da in der 8. Woche noch der notwendige Besuch der Tierärztin zwecks Impfen und Chippen. Wir haben das große Glück, dass unsere Stammtierärztin gerne zum Hausbesuch kommt und uns das Bändigen von 8 hochmotivierten Welpen in der Tierarztpraxis erspart bleibt. Im Wohnzimmer steht ein Tisch mit Vetbed bereit, so dass die Allgemeinuntersuchung und die Piekserei bei fast Allen schnell erledigt ist. Blomma hat sich für diesen Tag vorgenommen, dass sie mit nichts und niemandem einverstanden ist. Sie findet schon die Allgemeinuntersuchung völlig überflüssig und windet sich wie ein Aal. Die Tierärztin ist sehr geduldig und gibt alles ihr die nun anstehenden Spritzen schmackhaft zu machen. Nö - nicht mit Blomma. Sie zetert und klabautert auf dem Tisch, als ginge es ihr ans Leben. Die gute Nachricht ist: auch sie ist gechippt und geimpft und sie hat es überlebt - es war zwar sehr knapp, aber ist gerade noch einmal gut gegangen 😉.
Und dann ist sie schon rum - die letzte Woche mit unseren Banausen. Wir freuen uns, dass wir diese kleinen Wesen bei ihren ersten Schritten in die Welt begleiten und unterstützen durften. Aus ihnen sind entdeckungsfreudige und mutige kleine Hovawarte geworden, die wir nun mit einem guten Gefühl ihren neuen Besitzern anvertrauen. Eins ist gewiss: ihr bleibt immer ein Teil des großen Bergbande-Rudels ❤️!
Woche 7 (14.09. - 20.09.)
Woche 6 (07.09. - 13.09.)
Die letzten beiden Wochen war für die Banausen und auch den Rest der Bergbande einiges los. Nach der Umsiedelung aus dem Wurfbereich in den Wintergarten mit angrenzendem Freilauf-Paradies hat die Bande immense Fortschritte gemacht. Seine erste Mutprobe hat Banto mit Bravour bestanden, als er sich als Erster auf die Terrasse traut und ungläubig in die Gegend schaut. Sooo viel neue Welt 🌎. Und sofort bekommt er Hilfe von seinem Halbbruder Asmus, der außerhalb des Welpengeheges am Zaun liegt und ihn freundlich anlockt. Banto freut sich riesig, läuft an den Zaun und lässt sich von Asmus die Scheu vor dem unbekannten Garten nehmen. Auf der Schwelle der Wintergartentüren steht, kniet, hockt, liegt mittlerweile der Rest der Bande und weiß noch nicht so recht, ob der Mut reicht. Beeke ist sprichwörtlich "not amused", dass Banto alleine mit Asmus flirtet und meckert vor sich hin. Als Banto dann noch freudestrahlend über die Wiese springt, hält sie nichts mehr. Hoch mit dem Plüschpo und nix wie hin - das darf "Frau" sich nicht entgehen lassen 😂. Kurze Zeit später nehmen meine Beobachtungen des Mutes der einzelnen Bandenmitglieder ein jähes Ende. Lotte springt in den Wintergarten und stürmt ins Freie, um zu prüfen, wo die Kinderschar sich nun vergnügt. Die verbliebenen Schwellensitzer strömen wie an einer Perlenschnur hinter ihr her in den Garten. MERKE: für Futter - in diesem Fall noch die leckere Milch - tut ein Hovawart (fast) alles 😉.
Nachdem nun alle das erste Mal Steinboden und so richtig Gras unter den Pfoten hatten, steht der Darbietung des nächsten Untergrundes nichts mehr im Weg. Der Sandkasten wird aufgestellt und vom Chef mit ordentlich feinem Sand befüllt. Die Törchen zum Einlass des Kindergärtners und der Milchbar haben wir mal verschlossen, damit die Kleinen nicht sofort von der Sandverrücktheit unserer zwei Großen infiziert werden. Ja nun - hatte ich schon mal erwähnt, dass Hovawarte sprungstark sind 🥳. Die Kiste ist noch nicht ganz befüllt und die ersten neugieren Banausen haben sich angenähert, da ist Asmus über den Zaun gehüpft, in den für seine Ausmaße viel zu kleinen Sandkasten gestiegen und fängt an, wie verrückt zu buddeln. Die Kleinen weichen ob des Sandregens zunächst erfurchtsvoll zurück. Asmus kassiert eine ordentliche Ermahnung und legt sich daraufhin abdeckend auf den neuen Untergrund. Wir werden nun Augenzeugen einer "Du kommst hier nicht rein" Aufführung. Die Bande nähert sich sternförmig und versucht, den offensichtlich weltbesten Liegeplatz zu entern. Unser Blondbär schwirrt halb liegend, halb stehend im Sandkasten umher und stupst die Eindringlinge immer wieder zurück. Aber nun - es sind halt 8. Als er zwei an der Rute und zwei an den Ohren "hängen" hat, gibt er auf und den Sand frei. Nun sind die Kleinen nicht mehr zu halten. Binnen Minuten sehen 8 Welpen aus wie panierte Schnitzel und haben, zusammen mit ihrem Halbbruder, schon fast die Hälfte des Sandes in der Umgebung verteilt. So fange ich an zu fegen und mein Mann an zu füttern - den Sandkasten 😎. Im Laufe der nächsten Tage entwickelt sich die Sandkiste zu einem begehrten Rauf- und Liegeplatz. Neben der Tatsache, dass man sich so richtig einsauen kann, um den Sand dann möglichst indoor im Wintergarten wieder abzuschütteln, ist es auch eine angenehm kühle Liegefläche an wärmeren Spätsommertagen.
Apropos Wärme. Zu Beginn der 6. Woche meint es Hoch Ulrich ein wenig zu gut. Wir nähern uns um die Mittagszeit stramm den 30 Grad an. Damit aus unseren Banausen keine Brühwürstchen werden, muss Abhilfe her. Zum Glück haben wir ein großes Alunetz (6x4 Meter), welches an heißen Tagen Schatten und Kühle spendet. Da Jörg schon mit den beiden Großen den Wald unsicher macht, schreite ich forsch alleine zur Tat. Da das Netz silbrig in der Sonne glänzt und auch raschelt, bilde ich mir ein, dass die Bande wohl nun erfurchstvoll und etwas wärmemüde meinen Bemühungen folgen wird. DAS war falsch! Als ich das Teil im Welpenbereich auseinander falte, kommen 8 hellwache und erkundungsfreudige Hovis angelaufen und wollen helfen. Während ich die nächste Viertelstunde ordentlich Nerven lasse und mich über mich selber ärgere, dieses "Projekt" alleine begonnen zu haben, haben die lieben Kleinen des Spaß ihres Lebens. Die Zähnchen bleiben wunderbar in der Netzstruktur hängen und man kann ordentlich daran zergeln. Wird das noch gebraucht oder kann das weg?
Abends und des Nachts hausieren die Banausen im Wintergarten mit weit geöffneten Fenstern für ordentlich Kühle und Frischluftzufuhr - bis Hoch Ulrich. Als wir gegen 23:30 die Vorbereitungen für die Nacht treffen und die Kleinen ins Schlafgemacht zwitschern, rüsten schon Einige zum Widerstand und verkriechen sich unter dem Spielhäuschen. Sie bekommen dann den Einzel-Arm-Lift und werden nach drinnen verfrachtet. Lotte hat Mitleid mit uns und bietet im Wintergarten noch einen Gute-Nacht-Umtrunk an, so dass auch der Letzte einigermaßen klaglos nach drinnen wechselt. Jörg schließt die Türen, wir löschen das Licht und gehen dann auch mal ins Bett. War ein langer Tag 🥱. Ich nächtige mit Lotte immer noch im Wohnzimmer, damit wir nah bei den Banausen sind, falls mal etwas ist. Und jetzt - um 0:00 Uhr ist ETWAS. Im Wintergarten herrscht Zwergenaufstand, Opposition, Aufruhr, Tumult und Rebellion und zwar alles gleichzeitig. Die Bande ist aufgebracht und krakeelt um die Wette. Sie hängen an der verschlossenen Türe wie die Wespen auf dem Pflaumenkuchen. Man kann sie doch nicht bei dieser Wärme indoor unterbringen - unmöglich. Ich stehe wieder auf, um auf das Thermometer zu äugen. Es herrschen angenehme 23 Grad im Wintergarten und durch das weit geöffnete Fenster strömt kühle Luft. Die Einzige, die in diesem Raum allerdings irgendetwas "kühl" findet, bin ich. Die Banausen haben sich mittlerweile komplett in die Situation reingesteigert - an Ruhe ist nicht zu denken. Also hilft es nichts und ich hole den Chef um 0:30 Uhr wieder aus dem Bett, um eine Lösung zu diskutieren. Die hat er schnell parat. Die Türen werden wieder geöffnet und in die Öffnung wird ein weiteres Welpengitter eingefügt. Nachdem dann noch jeder Banause einzeln vom Chef im Fliegergriff auf dem Arm beruhigt wurde, kehrt endlich Ruhe ein. Die Kleinen schlafen zufrieden und aneinander gekuschelt vor der offenen Türe und geschützt hinter dem Gitter ein - sind sie nicht süß 🥰. Diese Nachtlösung wird nun zur Dauereinrichtung und garantiert allen Mitgliedern der großen Bergbande kühlen und erholsamen Schlaf - Zweibeiner eingeschlossen. Wir freuen uns sehr, in den nächsten beiden Wochen die weitere Entwicklung unserer Banausen zu fördern und zu beobachten, bevor sie dann voller Tatendrang zu ihren neuen Familien ziehen, wo sie schon sehnsüchtig erwartet werden ❤️.
Woche 5 (31.08. - 06.09.)
Woche 4 (24.08. - 30.08.)
In den letzten beiden Wochen haben sich unsere kleinen Banausen rasant weiterentwickelt. In der 3. Woche haben sich die wackeligen und unkoordinierten Gehversuche so weit stabilisiert, dass auch das etwas rutschige PVC kein Problem mehr darstellt. Natürlich landet der Ein und die Andere noch mal auf dem Bauch, wenn man anstatt moderater Gaspfote voll durchstartet. Und dann gibt es noch die Pechvögel, die zügig mit hoch erhobener kleiner Rute los rennen und dann plötzlich Aquaplaning herrscht. Aqua ist in diesem Fall zwar nicht ganz korrekt, der Effekt ist aber der Gleiche 😅. Hat doch wieder ein Geschwister im Eiltempo ein Bedürfnis mitten im Weg erledigt, während Frau Vileda noch an anderer Stelle im Einsatz ist. Da gibt es dann nicht nur nasse Pfoten, sondern auch gleich eine Unterbodenspülung gratis. Zum Glück nimmt Lotte ihre Mutterpflichten noch sehr ernst und so wird der / die Geplanschte meist sofort einer großzügigen Reinigungsaktion unterzogen.
Ebenso haben sich die Banausen von ihrem Maulwurf-Dasein in Woche 3 zügig verabschiedet. Es ist für den Züchter immer ein besonderer Moment, wenn sich die kleinen Augen öffnen und der Mini-Hovawart plötzlich einen ganz anderen Ausdruck bekommt. Das heißt aber nicht, dass jetzt richtiges Sehen angesagt ist. Anfangs beschränkt sich die neu gewonnene Sinneskraft auf Licht und Schatten, sowie Bewegungen. Im Laufe der 4. Woche reift dann die Sehkraft und vorallem die Sehschärfe weiter heran, so dass gezielteres Fixieren möglich wird. Allerdings werden die Kleinen bis zur 8 Woche brauchen, um ihre volle Sehkraft zu entwickeln und dann ihre zukünftigen Zweibeiner in null Komma nichts um die kleinen Pfoten zu wickeln. Einer, der das schon seit dem Öffnen seiner kleinen Augenschlitze kann, ist Banto. Wenn ich den Welpenbereich betrete, kommt er freudig angehüpft (das tun alle andren auch 😅) und sitzt dann vor - so gut das als so kleiner Hovawart eben geht. Und dann hebt er den Kopf und schaut, und schaut, und schaut - regungslos. Dieser Blick ist heute schon so herzergreifend, dass ich mir schon ein dickes Fell zulegen muss, um ihn nicht jedes Mal hochzunehmen und zu herzen. Er hat es einfach drauf der kleine Mann - und natürlich ist er auch des Öfteren erfolgreich ❣️. Wenn ich mich zu ihm beuge und ihm die kleine Brust kraule, fängt die kleine Rute an zu propellern und er hat sein Ziel endlich erreicht.
Obwohl ich das Mopskraftwerk unserer Hoviline täglich ordentlich mit Futter befeuere, ist gegen Mitte der 3. Woche der Zeitpunkt gekommen, wo die Banausen zusätzliche Kalorien benötigen, um weiteres Wachstum in jeglicher Hinsicht zu schaffen. Gestartet wird mit einer speziellen Aufzuchtmilch, die alle wichtigen Bausstoffe enthält. Da die Kleinen ja bisher nur gesaugt und nicht geschleckt haben, will diese andere Technik erstmal erlernt werden. In der Praxis sieht das dann so aus, dass die Bande einzeln auf den Tisch gehoben wird und jeweils ein kleines Marmeladendeckelchen mit Milch angeboten bekommt. Man sieht praktisch Rauchwölkchen über den kleinen Köpfen aufsteigen, so sehr sind die Kleinen damit beschäftigt, was sie damit nun anfangen könnten. Ich reiche einen getunkten Finger zum absaugen. Bei den Meisten führt dieses leckere Amuse-Gueule zu unmittelbarer Hektik auf dem Tisch, um herauszufinden, wo es mehr gibt. Ich weise freundlich den Weg und dann wird beherzt gleich die ganze Schnute eingetunkt und ordentlich geprustet. Ergebnis: Hundekopf voller Milch, Frauchens T-Shirt voller Milch, Tisch voller Milch und Magen leer 😬. Beim 2. Mal klappt es schon deutlich besser und es landet auch eine ordentliche Portion Milch in den kleinen Hunden. Benja hält von dieser ganzen Zusatznahrung allerdings die ersten beiden Mal so gar nichts. Sie schaut mich angewidert und reichlich vorwurfsvoll an, als ich sie zum Milchdeckelchen bugsiere. Rückwärtsgang im Turbomodus - keine Chance - die Dame will nicht. Beim 3. Mal ändere ich die Taktik und biete ihr meinen Arm als Stütze an und halte ihr das Deckelchen passgenau vor die Schnute. Sie tunkt die Zunge ein und fängt an zu schlabbern. Kein Prusten, kein Husten, keine Hektik und keine Sauerei. Als sie fertig ist, leckt sie sich zufrieden die Lefzen und schaut mich mit ihren schwarzen Kulleraugen an - so geht Trinken 😍.
Gegen Ende der 4. Woche dürfen die Banausen nun in den Wintergarten mit angrenzendem Außenbereich umziehen. Jörg hat mittlerweile den 2. Teil von Nessie bezwungen und im Wintergarten zum Erliegen gebracht. Die Kleinen können nach dem Umzug selber entscheiden, wann sie sich in die große Welt außerhalb des Hauses wagen. Die beiden Flügeltüren stehen auf und der Outdoor-Abenteuerspielplatz nimmt Gestalt an. Es gibt natürlich nicht alles auf einmal, sondern dosiert, so dass sie die Chance haben alles zu erforschen und zu erkunden, ohne direkt von Eindrücken "übermannt" zu werden. Wir sind schon sehr gespannt, wer mutig ist und sich als Erstes in Freie wagt. Unser Asmus hat in den letzten beiden Wochen seine Kompetenzen als weltbester Kindergärtner ordentlich ausgebaut und wird seinen kleinen Halbgeschwistern sicherlich mit einer gehörigen Portion Spaß und Energie zur Seite stehen. Und wir - freuen uns aufs Zuschauen ❤️!
Woche 3 (17.08. - 23.08.)
Woche 2 (10.08. - 16.08.)
Die ersten Tage nach der Geburt waren dem gegenseitigen Kennenlernen gewidmet, wobei Lotte allzeit präsent war und ihre Kleinen nicht aus den Augen gelassen hat. Das bedeutet dann auch, dass wir die frisch gebackene Mama mit Welpenwäschekorb in den Garten begleiten. Wenn wir die Kleinen wiegen und schauen ob alles in Ordnung ist, sitzt Lotte direkt daneben oder auch wahlweise halb mit auf dem Tisch. Asmus, der in diesen Tagen nun nicht überall dabei sein durfte, was er ohne Zweifel gerne gewollt hätte, darf auch nur mit gewisser Entfernung am Welpenbereich vorbei laufen, ohne sich gleich Ärger einzuhandeln. Und dann kommt Tag 3 und alles ist anders.
Lotte ist morgens schon tiefenentspannt und bleibt liegen, als ich die Kleinen zum Wiegen hochnehme. Ich mache es wie gewohnt und setze Beeke nach dem Wiegen in den Wäschekorb. Sie ist nun keine zierliche Hündin und für ihr junges Alter schon sehr kräftig. Ich hole mir als Nächstes Banto auf den Tisch und setze ihn nach Abschluss der Morgenroutine ebenfalls in den Wäschekorb. Dies erweist sich unmittelbar als Fehler, da die Beiden sofort anfangen Räuberleiter zu machen, um der Begrenzung zu entkommen. Gestern noch völlig unproblematisch - heute ist alles anders 😅. Bevor sich noch einer verletzt, setze ich die Zwei auf das große Vetbed im Welpenzimmer, das Lotte auch gerne zur Nachtruhe benutzt. Das riecht natürlich entsprechend, so dass die Beiden unmittelbar loswackeln und krakeelen, um die Mama zu finden. Die liegt aber noch entspannt in der Wurfbox, hat dann aber doch Mitleid und gesellt sich zu den Beiden. Das führt dann in Sekundenschnelle dazu, dass es auf der Decke ruhig wird. Dafür fangen aber nun 6 in der Wurfkiste allein gelassene Banausen an, ihrem Unmut über das plötzliche Verschwinden der Wärme- und Milchquelle lauthals Luft zu machen. Ich lerne an diesem Morgen, wie man möglichst schnell wiegt, kontrolliert und dokumentiert und höre wenig später nur noch zufriedene Schmatzgeräusche. Auch Asmus merkt die Veränderung. Er darf jetzt auch mal reinschauen in die Wurfkiste und fängt beim Anblick seiner Halbgeschwister augenblicklich an zu Jodeln. Und so haben wir Welpen, die aus der Box quäken und quieken und einen Rüden, der von außen antwortet 😇.
Neben den Kleinen muss auch Lotte tägliche Routinechecks über sich ergehen lassen, um sicherzustellen, dass sich alles entsprechend entwickelt. Bei der Kontrolle des Gesäuges an Tag 5 der Banausenbelagerung, stelle ich die ersten Kratzer und Rötungen fest. Da sind sie wieder - diese kleinen, nadelspitzen Krallen an den Welpenpfötchen, die sich beim Milchtritt ordentlich in die Haut bohren. Hier muss Abhilfe her und zwar zügig. Nachdem ich bei der Mini-Krallen-Knips-Aktion unseres A-Wurfes ordentlich Nerven gelassen hatte, da die Kleinen natürlich auf dem Schoß nicht still gehalten haben und sich beim Festhalten der heiligen Hovipfote lauthals beschwert und gewunden haben, musste eine andere Lösung her. Als ich die Bande nach dem Wiegen friedlich mit ihrer Mama auf der Decke schlafen sehe, probiere ich es einfach nebenbei. Einige Banausen liegen auf dem Rücken und strecken mir ihre Pfoten quasi entgegen. Gedacht - getan. Nach einer halben Stunde sind die spitzen Waffen beseitigt und die Meisten haben es noch nicht einmal gemerkt 😎.
In der 2. Woche tut sich bei der Entwicklung der Banausen einiges. Neben der Tatsache, dass die Gewichtszunahmen mehr als zufriedenstellend sind, fangen die Kleinen nun mit immer mehr koordinierten Bewegungen an. Es wird sich auf allen Vieren hochgestemmt und die ersten Gehversuche werden unternommen. Die lustigen Showeinlagen werden durch den ersten "Freigang" an Tag 9 gekrönt. Briggs hat sich an den Ausgang der Wurfkiste vorgepirscht und rollt sich gekonnt über die kleine Begrenzung. Nun sitzt er zunächst noch auf dem extra ausgelegten Vetbed vor der Kiste - also erstmal alles entspannt. Als er seine Erkundung forsch fortsetzt und plötzlich mit allen 4 Pfötchen auf dem PVC landet, ist der Grip schlagartig weg. Er landet auf dem Bauch und schreit los, als ginge es ihm an Leib und Leben. Lotte springt vom Sofa auf und eilt ihrem Sohn zur Hilfe. An Mamas Pfote hängend, kriegt der Kleine wieder ein wenig Haftung und schafft es alleine zurück auf die Plüschware. Puh - gerade nochmal gut gegangen 😅. Und ich weiß: nun ist es vorbei mit der Zeit, wo man die Welpen in der Kiste weiß. Wir machen die Kiste bewußt nicht zu, da es schön ist, wenn die Kleinen ihre größer werdende Welt in ihrem Tempo und mit ihrem jeweiligen Mut entdecken können und wir sie dabei begleiten dürfen ❤️.
Woche 1 (05.08. - 09.08.)
Nachdem die Banausen am 4.8. nicht nur die Wurfkiste, sondern auch unsere ❤️ im Sturm erobert haben, geht es nun los mit den Berichten zur Welpenzeit. Es gibt allerdings einen kleinen Abschlag zur Tragezeit - die längeren Berichte gibt es im 2-Wochen-Rhythmus. Neben den Kleinen und Lotte soll auch unser Rüde Asmus in dieser Zeit nicht zu kurz kommen. Bilder gibt es reichlich und natürlich wöchentlich. Also bleibt dran und neugierig 👀...


















































































































































































































