BANAUSEN - Die Tragezeit
Hier gibt es regelmäßig Neuigkeiten über die nun vor uns liegenden 9 Wochen Tragezeit. Wir haben uns bei unserem B-Wurf für den Arbeitstitel "Banausen" entschieden. Das passt sehr gut zu heranwachsenden, lebhaften Hovawartpersönlichkeiten 😎!
Woche 5 nach Bernard (Tag 32 bis 38)
Letzten Sonntag Abend sind dann auch Jörg und Asmus aus der Normandie zurückgekehrt. Lotte hatte zwischendurch schon immer mal an unserem Tor den Posten bezogen und gewartet 😉. Sie freut sich überschwänglich als Jörg aus dem Auto steigt und sie begrüßt. Endlich wieder alle vereint! Im Kofferraum jodelt es - der Blondbär möchte auch zur Party. Als ich ihn aussteigen lasse, schaut Lotte etwas ungläubig. Wie - der ist auch mit angereist??? Asmus läuft zu seiner Mama, freut sich, leckt ihr die Lefzen, umgarnt sie, spielt sie an. Es dauert nur einen kurzen Moment, dann ist Lotte seinem Charme erlegen und freut sich zurück. Also doch gut, dass ALLE wieder zusammen sind 🥰.
Mit der Rückkehr der "Männer" haben wir dann sozusagen unmittelbar die Abkehr von jeglicher Futtermäkelei. Die erste gemeinsame Fütterung am nächsten Morgen ist legendär. Asmus freut sich auf seine Portion, was er mit Gesangseinlagen kundtut. Lotte steht im Türrahmen und überlegt angestrengt (meine Interpretation) ob sie gleich wohl ohne weitere Verzögerung fressen könnte. Nach Ausgabe der inzwischen gleich großen Portionen legen die Beiden los. Während Asmus zügig inhaliert, frinselt Madam in ihrem Napf rum. 1 Minute später glotzt Sohnemann verständnislos nach links - die hat ja immer noch was da drin! Er versucht sich ranzupirschen - ich ermahne ihn. Er setzt sich neben sie und starrt sie an - wartend. Lotte hebt kurz den Kopf und sieht seinen gierigen Blick. 30 Sekunden später ist ihr Napf blitzeblank und sie schreitet mit erhobener Rute von dannen. Und er? Starrt immer noch - jetzt allerdings sehr enttäuscht 😅.
Auch beim Thema Spaziergang unterstützt Asmus wo er nur kann - hat er doch ein hohes Interesse an ausgiebigen Waldrunden. Nachdem gegen Ende der Woche wieder die Hitze mit Anwesenheit und mein Mann mit Abwesenheit (keine Sorge nur kurzfristig) glänzt, rüste ich mich um 7 Uhr morgens zum Spaziergang. Beide Hunde sind ob der frischen Morgenbrise begeistert und wir stampfen zügig los - ca. 50 Meter. Dann kommt die bekannte erste Gabelung. Lotte - inzwischen Meisterin im Durchsetzen ihres Willens - biegt zielstrebig nach links. Asmus entscheidet sich zeitgleich für die große Runde und biegt nach rechts. Und ich - stehe wie ein Ampelmännchen mit weit ausgestreckten Armen in der Mitte. Super - links wie rechts 36 Kilo Hund und beide stur. Ich hoffe inständig, dass unsere Nachbarn noch in den Kissen sind und dieses Spektakel nicht mitbekommen 🫣. Ich versuche mein Glück bei der Hoviline und ermuntere sie freundlich, dass wir heute mal die große Runde gehen. Nichts. Plötzlich lässt der Zug auf meinem rechten Arm nach - Asmus schlendert zu seiner Mutter, leckt ihr die Lefze und nestelt an ihrem Ohr. Und sie - steht auf und läuft gemeinsam mit ihrem Sohn nach rechts - wir gehen an diesem Morgen die GROßE Runde ❤️.
Nachdem die Entwicklung der Banausen-Embryonen bisher mit der menschlicher Embryonen vergleichbar war, zünden die Kleinen ab dieser Woche den Turbo. Viel Zeit bleibt ihnen ja jetzt nicht mehr bis Anfang August. Der nächste Entwicklungsschub verdient natürlich auch den korrekten Namen: Embryo war gestern - heute ist Fötus. Durch das Wachstum kommt der Stoffwechsel jetzt so richtig in Gang, was auch zu entsprechenden Abbauprodukten führt. Damit die empfindlichen Augen keinen Schaden nehmen, wachsen die Augenlider in dieser Woche fest zusammen. Der Kopf ist nun deutlich vom Rumpf zu unterscheiden, Zehen und Krallen beginnen sich zu bilden, Tasthaare sprießen und die Extremitäten gewinnen an Länge. Und die kleinen Lauscher sind nun schon groß genug, um den Gehörgang zu bedecken. Alles in Allem sehen die Banausen jetzt schon aus wie kleine Hunde 🐾❣️.
Diese Woche gönnen wir uns dann auch nochmal den Blick auf Lottes derzeitige Maße. Es hat sich schon einiges getan im Vergleich zur Ausgangslage. Das Bäuchlein ist schon ordentlich gewachsen, so dass die Waage inzwischen keinen Unterschied mehr zu ihrem Sohn anzeigt 😇. Wenn man sich die Umfangsmaße am Heck anschaut, dann ist das auch nicht verwunderlich.
Woche 4 nach Bernard (Tag 25 bis 31)
Nach ein paar letzten Stunden am Strand habe ich mich mit Lotte Mitte der Woche auf den Heimweg gemacht. Der Blondbär samt Herrchen bleibt noch wenige Tage länger, da es vor Ort noch ein paar Dinge zu erledigen gibt. Lotte hat ob ihrer Ausmaße das etwas breitere Abteil in der Doppelbox zur Verfügung, so dass eine entspannte Autofahrt gesichert ist. Sie verschläft den Großteil der Reise, was nicht zu Verwunderung führt, da sie momentan sowieso am Liebsten schläft. Die eingeschobenen Waldspaziergänge genießt sie dann sehr, während ich immer rundum peile, ob sich ein geruchsberauschter Fellträger nähert.
Nachdem nun das heimische Waldgebiet satte 3 Wochen nicht patroulliert wurde, geht's am nächsten Morgen erstmal auf eine ausgiebige Spazierrunde - dachte ich 😉. Der Morgen beginnt allerdings damit, dass Lotte zunächst darauf bedacht ist, den größtmöglichen Abstand zu ihrer Futterschüssel zu wahren. Sie schaut angewidert auf ihr Trockenfutter mit Fleisch und dreht ab. Gut, das ist jetzt kein großes Drama und könnte ein weiterer Hinweis auf das bald zu lüftende Geheimnis sein. Da der blonde Staubsauger gerade noch in der Ladestation in Frankreich hängt, wandert die Futterportion in die Mülltonne.
Ich rüste mich für den Spaziergang und freue mich auf eine große Waldrunde mit meinem Löttchen. An der ersten Gabelung biegt Lotte dann erstmal zielstrebig in die kürzere Runde ein. Okay - kein Problem - das können wir an der nächsten Gabelung korrigieren - dachte ich 🥳. Daraus wird aber leider gar nichts, da die Hoviline erst einen Sitzstreik ausruft, den sie nach kurzem Austausch mit mir dann zu einem Liegestreik ausweitet. Da sie sich heute Vormittag ja noch zusätzlich im Futterstreik befindet, sind meine Möglichkeiten etwas limitiert. Leicht grummelnd gebe ich nach und wir gehen die kurze Runde zurück nach Hause. Lotte ist gut gelaunt - als Hovawart weiß sie natürlich, dass diese Runde an sie ging - im Wahrsten Sinne des Wortes.
Zu Hause angekommen versuche ich mein Futterglück erneut mit einer anderen Trockenfuttersorte - jetzt müsste sie doch Hunger haben - dachte ich. Lotte schaut mich verständnislos an - ganz so als hätte sie noch nie in ihrem Leben Trockenfutter vorgesetzt bekommen. Auch die Quark- und Gemüsezugaben verändern die Situation nicht. Nützt nichts - Essen auf Rädern muss her - oder auch die Chefin muss einkaufen gehen. Nach erfolgreichem Beutezug im nahegelegenen Supermarkt kredenze ich der Diva dann sanft gegartes Hähncheninnenfilet an Reis mit Möhrenstampf und einem Körnerkäsetopping. Sie grinst mich förmlich an, während die Sabberfäden schon die Fliesen treffen. Endlich hast du mich verstanden Frauchen 😎...
Und dann war am Freitag der große Moment gekommen, das Geheimnis um die kleinen Banausen zu lüften. Damit der Ultraschallkopf schmatzend an die Bauchdecke kommt, musste Lotte einen kleinen Teil ihres heiligen Bauchfells opfern. Die Tierärztin setzt den Ultraschallkopf an und sofort erscheint der erste gut entwickelt Banause in seiner Fruchtblase. Das kleine Herzchen schlägt kräftig und man kann sogar schon den Bauch, Kopf und die 4 Knospen für die Extremitäten erkennen. Was für ein schöner Moment und was für eine Faszination dieses kleine Lebewesen zu sehen, was nun in nur 4,5 weiteren Wochen zu einem kleinen Hovawart heranwächst. Meine Frage, wie groß die Embryonen jetzt sind, kann dank gezielter Messung auch sofort beantwortet werden: 2 cm 🥰.
Und dann begibt sich der Ultraschallkopf auf die Reise entlang der beiden Gebärmutterhörner, um alle vorhandenen Banausen zu sichten und ungefähr zu wissen, wie voll unsere Schnullerbox werden wird. Die genaue Anzahl bleibt unser und Lottes Geheimnis - aber eins können wir sagen: es wird viel los sein in 5 Wochen ❤️
Woche 3 nach Bernard (Tag 18 bis 24)
Genau genommen hat sich an unserem eingespielten Rhythmus in dieser Woche nicht so berauschend viel geändert. Da allerdings auch die Normandie leider nicht von dieser extremen Hitze verschont geblieben ist, waren wir gezwungen, die Aktivitätszeiten für uns und die Hovis auf den frühen Morgen und den späten Abend zu verschieben. Insbesondere die Hoviline mit ihrem tiefschwarzen Haarkleid hat bei den Temperaturen und der Sonneneinstrahlung schneller den Garzustand "medium-done" erreicht als ein Steak auf dem Grill 🔥. So düdelte dann bereits um 6:30 Uhr das Handy vor sich hin, um bekannt zu geben, dass die geplante Aufstehzeit nun gekommen ist. Lotte hebt an Tag 1 der neuen Tageseinteilung ungläubig den Kopf um zu prüfen, ob ihre Menschen tatsächlich schon von der Waagerechten in die Senkrechte wechseln. Als Jörg und ich genau das tun, starrt sie uns durchdringend an - legt euch bloß wieder hin - es ist viel zu früh! Wir ziehen uns an und Madam starrt uns weiter an. Kurze Zeit später ist ihre Entscheidung dann gefallen und sie lässt sich mit einem tiefen Seufzer wieder auf die Seite fallen und schläft weiter 😴.
Aber es gibt ja bekanntermaßen nicht nur die "umständliche" Schwarzmarkene in unserem Haushalt, sondern auch ein zu jeder Tages- und Nachtzeit zu Späßen aufgelegtes Blondgetier. Lotte hat den Kopf noch nicht ganz wieder auf ihr Hundekissen gebettet, da stürmt Asmus wild wedelnd und voller Lebensfreude ins Schlafgemach und findet es super, dass jetzt offenbar schon Action angesagt ist. Er tänzelt zu ihr hin, leckt ihr die Lefze und nestelt an ihrem Ohr rum. Auch wir werden von ihm mit umfangreichen Hovi-Liebesbekundungen bedacht, was uns ein Grinsen, seiner Mama jedoch eher ein Brummen entlockt. Damit hat unser Charmebolzen aber nun gar keine Verträge - heißt übersetzt: es interessiert ihn nicht und er macht einfach weiter. Spielstellung vor der noch Ruhenden garniert mit ein wenig obertönigem Gejodel und weiteren Schleckbeigaben. Spätestens jetzt hat auch Lotte eingesehen, dass es mit der Ruhe nun dahin ist und der Tag JETZT begonnen wird. Nach einer kleinen Morgenmahlzeit für die beiden Fellträger geht es dann um 7:00 Uhr am Strand. Es ist schön, es ist leer, es weht noch eine kühle Brise und das Wasser ist angenehm. Jetzt freut sich auch die Lotte 🥰.
Nach dem Strandgang ist dann den Rest des Tages Ruhen an verschiedenen kühlen Liegeplätzen im Haus angesagt. Alle sind zufrieden und froh, dass es keine größere Notwendigkeit gibt, sich der Außenwelt zu stellen. Da haben wir wirklich Glück! Und da uns dieses Wochenritual nun schon mehrere Tage begleitet, hat sich auch unsere Langschläferin inzwischen angepasst, so dass wir nun um halb sieben von 2 Hovis ausgiebig verwöhnt werden 😜.
Nachdem nun hoffentlich jede Banausen-Blastozyste einen passenden Ankerplatz gefunden hat, schlüpfen die Zellhäufchen nun aus der sie umgebenden Schutzhülle. Das ist jetzt auch dringend erforderlich, da es sonst mit weiterem Wachstum eher mau aussieht. Es entwickeln sich nun die drei Keimblätter - das Innere, das Äußere und die Mittelschicht - woraus später die Organe angelegt werden. Und eines der wichtigsten Organe nimmt diese Woche erstmalig seine Funktion auf - die kleinen ❤️ fangen an zu schlagen. Das ist zugegebenermaßen eine schöne Vorstellung und unsere Banausen haben nun das gute Recht sich Embryonen zu nennen. Mitte dieser Woche haben sie etwa die Größe einer Erbse erreicht - immerhin 💪🏻.
Zum Ende dieser 3. Woche bilden sich dann schon kleine Knospen an den Erbsen, die der Startschuss für die wunderbaren Hovi-Extremitäten sind. So früh beginnt sich zu entwickeln, was hoffentlich später eine kraftvolle Vorhand und einen guten Schub aus der Hinterhand bedeutet und dem Hovawart sein schönes ausgreifendes Gangwerk ermöglicht. Und während ich das hier so schreibe, liegt Lotte dicht an meinen Stuhl gekuschelt und träumt vor sich hin. Dabei zuckt die Schnute und die Vorder- und Hinterläufe zappeln wild - so als würde sie gerade schnell über Stock und Stein flitzen - irgendwie passend 🥰.
Woche 2 nach Bernard (Tag 11 bis 17)
Wir sind nun in Woche 2 endgültig im Urlaubsmodus angekommen. Die Sonne scheint, das Meer rauscht, der Sand klebt im Fell und an den Fußsohlen und das Essen schmeckt. Nach ausgedehnter Nachtruhe, die die Hoviline ob ihrer vermuteten und von ihr zelebrierten Umstände bei uns im Schlafgemach verbringen darf, geht es nach dem Frühstück meist an einen der nah gelegenen, weiten Strände. Während Asmus den Bewegungsschalter unmittelbar auf "ON" umlegt, überlegt sich Lotte erstmal, wie sie wohl an ihr Bällchen kommen kann, ohne dafür rennen zu müssen 😇. Sie tänzelt vor uns hin und her und versucht durch Schnauzen-Hand-Stupser die Ausgabe des geliebten Chuck-it direkt ins Maul zu erreichen.
Ja nun - leider nein - leider gar nicht. Wenigstens beim ersten Wurf der Bälle muss auch sie ihren Plüschpo in Wallung versetzen und dem Ball hinterher rennen. Tut sie dann auch. Und wenn der Ball dann einmal in ihrem Maul "Platz genommen hat" verbleibt er dort meist für den restlichen Spaziergang. Asmus bringt sein Bällchen immer freudig zum Schleuder-Träger zurück und fordert erneutes Werfen ein. Während er im Vollgas-Modus über den Strand pest, trabt das Löttchen in leicht federndem Gang, Rute hoch erhoben, hinter ihm her. Sie legt sicherlich die gleichen Kilometer am Strand zurück wie ihr Sohn, aber eben in angepasstem Tempo. Schon faszinierend, wie sie ganz von selbst genau das tut, was gut für sie ist.
Und auch unser Asmus verhält sich ihr gegenüber angepasst. Wo noch vor wenigen Wochen gerempelt und gerauft wurde, ist er heute vorsichtig und nimmt eher eine Beschützerrolle ein. Gut, das ist natürlich für so ein Pubertier wie er es gerade ist, auch ein Höhenflug. ER - der große Meister und Beschützer. Man sieht förmlich wie ihn dieses stolze Strahlen umgibt 😅.
Offenkundig umgibt Lotte derzeit noch eine weit ausstrahlende Geruchs-Aura. Wir können fast sicher sein, dass bei unseren Ausflügen weitere vierbeinige Fellträger unser Rudel erweitern möchten. Die zugehörigen Menschen sind meist, wie auch schon in der Trächtigkeit unseres A-Wurfes, klein, sehr klein oder überhaupt nicht zu sehen. Lotte darf diese ungebetenen Gäste momentan weder bewirten noch rausschmeißen. Das obliegt allein Asmus oder dem zweibeinigen Thekenpersonal. Bislang haben deutliche Worte der Zweibeiner oder eindeutige Blicke des Vierbeiners aber immer ausgereicht, dass wir die Tanzfläche wieder für uns hatten. Fazit: mit Hovawart(en) wird deine Kommunikation klarer 😎.
Nachmittags gibt es dann meist zur Auslastung der ebenso wichtigen mentalen Ebene noch ein wenig Futtersuchspiele oder kleinere Trainingseinheiten. Die Hoviline ist schließlich nicht krank, sondern bestenfalls trächtig. Und wenn ich sehe, wie sehr Lotte sich freut wenn ich die Trainingsweste anziehe, dann weiß ich - alles genau richtig so.
Für unsere Banausen oder die, die es demnächst werden wollen, stand in dieser Woche nicht Faulenzen sondern eher Exkursion auf dem Programm. Nach ihrem langen Aufenthalt im Eileiter und der anschließenden langen Wanderung in die Gebärmutter, haben die Banausen einen kurzen Moment der Schwerelosigkeit. Wie kleine Raumfahrer schwimmen sie frei in der Gebärmutter und bereiten sich auf den großen Moment vor - das Andocken ⚓️.
Lotte hat, wie natürlich alle anderen Hunde auch, eine Y-förmige Gebärmutter - in der Fachsprache also 2 Gebärmutterhörner, die viel Raum zum Andocken bieten.
Nach dem großen Freischwimmen verteilen sich die Zellhäufchen dann gleichmäßig auf die beiden Hörner und suchen sich ihre Ankerplätze. Erste zarte Bande werden mit der mütterlichen Schleimhaut geknüpft, bevor dann nach 24-36 Stunden eine feste Verbindung zwischen Mutter und werdendem Embryo entstanden ist.
Mit Reisen ist es dann diese Woche für die Banausen nun erst einmal zu Ende. Jetzt heißt es nach dem erfolgreichen Ankern für die nächste Woche: volle Kraft auf Expansion. Und es wird sich Einiges tun...🥰
Woche 1 nach Bernard (Tag 1 bis 10)
Nachdem unsere Tschechien-Mission so erfolgreich war und wir eine sehr entspannte Rückfahrt hatten, die Lotte zufrieden verschlafen hat, folgten noch ein paar Tage Alltag in Bochum. Bei den Zweibeinern stand die Vorbereitung der nun anstehenden Normandie-Auszeit im Vordergrund, während die Vierbeiner - zunächst noch getrennt - entweder schlafen (Lotte) oder Unfug (Asmus) unterm Pony hatten.
Lotte stand den angebotenen Spaziergängen zwar grundsätzlich positiv gegenüber, aber nur solange die Keksversorgung entsprechend gewährleistet war. Unsere normale Morgenrunde versuchte sie dann unterwegs zu verkürzen, indem sie an einer Weggabelung einfach sitzen blieb. So nicht Fräulein, dachte Frauchen und ging zügig weiter. Fräulein blieb jedoch sitzen...und sitzen...und immer noch sitzen. Also aus Trächtigkeitswoche 7 oder 8 kannte ich dieses Verhalten meiner Hoviline - aber an Tag 4 🫣. Nachdem der Abstand zwischen uns mittlerweile so groß geworden war, dass Lotte für mich auf Dackelgröße geschrumpft war, setzte sie sich laaaangsam in Bewegung. Als sie nach einer gefühlten Ewigkeit bei mir ankam, verlangte sie für den überaus weiten Weg aber nun auch ordentlich Belohnung. Das wird lustig die nächsten Wochen 😎.
Am Dienstag stand dann noch einmal eine Inspektion durch unsere Tierärztin sowie die Herpesimpfung auf dem Programm. Lotte gab wieder einmal die Diva und versuchte schnell ins nahe gelegene Waldgebiet abzubiegen. Da konnte sie plötzlich wunderbar schnell laufen! An Überzeugungskraft mangelt es aber nun weder mir noch der Tierärztin, so dass die Hoviline dann doch in der Praxis untersucht und geimpft werden konnte. Alles in bester Ordnung und so wie es sein soll - der Urlaub kann kommen!
Nachdem Lottes Läufigkeitsblutung mittlerweile fast vollständig abgeklungen war, stand der Wiedervereinigung mit ihrem Sohn Asmus nichts mehr im Weg. Asmus konnte sein Glück kaum fassen und hat natürlich doch mal probiert, ob "Mann" bei der Mama noch etwas reißen kann. Jo, konnte er - gab einmal einen ordentlichen Satz "heiße Öhrchen", so dass er der Jungrüde schnell verstanden hat, dass hier nix mehr zu holen ist. Seitdem sind unsere zwei Vierbeiner wieder ein Herz und ein Geöle. Entspannte Hunde = entspannte Menschen oder andersherum oder wie auch immer. Wichtig jedenfalls für uns Alle: Rudel wieder vereint und beste Brutbedingungen für Lotte 🥰.
Am Mittwoch ging es dann sehr entspannt in die Normandie, wo wir nun die nächsten 3 Wochen zusammen genießen. Lotte & Asmus lieben die ausgedehnten Strandspaziergänge und Lotte gönnt sich davor und danach immer viel Ruhezeit. TOP-Bedingungen für kleine Banausen ❤️!
In den ersten 10 Tagen nach einem Deckakt passiert für die Außenwelt sichtbar natürlich nicht viel. Aber intern geht schon ordentlich die Post ab oder besser gesagt die Zellteilung los. Die Samenzellen treffen in den ersten beiden Tagen auf die Eizellen und nur die mit dem passenden Schlüssel, der sich Proteinmischung nennt, schaffen es die jeweilige Eihülle zu durchdringen. Ist das erfolgreich, verändert sich die Außenhülle sofort und wird für weitere Samenzellen undurchdringbar. Die Befruchtung ist erfolgt und die Grundlage für den genetischen Code des zukünftigen Welpen geschaffen. Und dann beginnt in rasendem Tempo die Zellteilung, wobei die einzelnen Zellen "programmiert" werden und der Bauplan Hund bestimmt wird.
Am heutigen 10. Tag haben die Zellhäufchen dann auch schon einen speziellen Namen - natürlich neben dem ultimativen Namen Banausen 😅: als so genannte Blastozysten (= erste embryonale Zellstrukturen) reisen sie nun in den nächsten Tagen vom Eileiter in die Gebärmutter. Bleibt also neugierig auf den nächsten Reisebericht unserer Banausen 💌.
Und dann gibt es zu späteren Vergleichs- und Kontrollzwecken schon einmal die Ausgangsmaße sowie das aktuelle Gewicht unserer Hoviline. Mal sehen, was hier so die nächsten 8 Wochen passiert 🥳...






























