Bauchumfang - Die Tragezeit

BANAUSEN - Die Tragezeit

Hier gibt es regelmäßig Neuigkeiten über die nun vor uns liegenden 9 Wochen Tragezeit. Wir haben uns bei unserem B-Wurf für den Arbeitstitel "Banausen" entschieden. Das passt sehr gut zu heranwachsenden, lebhaften Hovawartpersönlichkeiten 😎!

Woche 8 nach Bernard (Tag 53 bis 59)

Nun sitze ich tatsächlich schon hier und schreibe den letzten BBB (Banausen-Bauchumfang-Bericht). Unsere Woche war geprägt von Ab-, Um- und Aufbauten. Unser Esszimmer musste für das künftige Banausenparadies weichen. Erste Aktion: der große Esstisch muss raus. Lotte steht entrüstet mitten im Weg und versucht den Abtransport durch bloße Erscheinung zu verhindern. Gut, eine Erscheinung hat sie mittlerweile 😅. Es kann doch nicht sein, dass meine Menschen nun, kurz vor dem großen Ereignis, meine geliebte Schlafhöhle wegnehmen! Erleichterung macht sich breit, als der Umständlichen klar wird, dass der Tisch nur wenige Meter weiter hinter dem Sofa wieder zum Stehen kommt. Und jetzt noch dicht an der Wand und mit Sitzbank davor. Lotte ist ob ihrer neuen "Höhle" sehr happy und lässt sich zufrieden sofort dort nieder. Die nächsten Tage zeigen, dass dieser Ort nun genau ihr Ding ist. Sie verbringt beinahe den ganzen Tag in wechselnden Positionen dort. Und ich: hänge gebückt, gebeugt, gekrümmt und geklemmt unter der Tisch-Bank-Konstruktion, um dem Tier Leckerchen zu reichen oder die Temperatur zu messen. Ich hoffe inständig, dass sie zur Geburt in die dargebotene Wurfkiste wechselt. Vielleicht vereinbare ich schon einmal sicherheitshalber einen Termin beim Orthopäden 😜.

 

Loch Ness hat sich dann zwischenzeitlich auch verabschiedet und wurde von Jörg fachmännisch in Strecklage gebracht. Die Wurfkiste fand dann nach einer erneuten Reinigung auch den Weg an ihren angestammten Platz. Und das Klimagerät für heiße Tage und Nächte ist eingerichtet, so dass auch jederzeit angenehme Temperaturen herrschen. Lotte betrachtet das ganze Prozedere aus ihrer Höhle, während Asmus freudig von links nach rechts flitzt und vor sich hin jodelt. Als alles fertig ist, kommt Madam zur Abnahme. Sie geht in die Box riecht alles ab, liegt kurz Probe UND - geht wieder in ihre Höhle 🥳. Nun gut, es ist ja noch etwas Zeit. Zudem hatte die Waschmaschine diese Woche nur nachts Pause - soll sich ja auch schon mal wieder eingewöhnen - an Dauerbetrieb. Alle Laken, Vetbeds, Moltons und Ähnliches liegt nun frisch ausgekocht bereit - die Kleinen können sich auf den Weg machen ❤️.

 

Das Thema Spaziergang bzw. Spaziersitzen war diese Woche eher untergeordnet - zumindest für die Mädels. Die Morgenrunde ist meist aufgrund der großen Hitze direkt ersatzlos weggefallen. Lotte hat schon den notwendigen Gang in den Garten mit ordentlich Schnauf, Stöhn, Hechel und reichlich vorwurfsvollen Blicken in meine Richtung quittiert. Ja nun - das Wetter kann ich jetzt nicht umstandsgerecht bestellen. Und im frühen Morgengrauen zu gehen - unmöglich - sie ist einfach liegen geblieben 😇. Die Abend- bzw. Nachtrunde sind wir aber die ganze Woche noch gegangen. Zu Viert, langsam und gemächlich und mit ausreichend Kekszufuhr. Ihr geliebtes Bällchen war auch immer dabei - als Trageball. Und die Hündin wedelt und das ganze Heck wankt - sie ist happy und wir sind es auch! 

In Trächtigkeitswoche 8 steht für die Banausenentwicklung noch der letzte Feinschliff an. Neben der logischen Tatsache, dass die Kleinen beinahe alles was Lotte zu sich nimmt nutzen, um an Gewicht und Größe zuzulegen, geht auch ein wesentlicher Teil in eine Reserve. Um die anstrengende Geburt zu überstehen und nicht zwischenzeitlich schwach auf der Brust zu werden, wird in der Leber der Welpen so genanntes Glykogen gespeichert. Das ist eine Zuckerform, die bei Bedarf (also z.B. unter der Geburt) ausgeschüttet wird und für Kraft sorgt. Da wundert es nicht, warum Lotte gerade von jeglicher Kohlenhydratzufuhr sehr angetan ist 😋. 

Ansonsten wird es den Banausen gegen Ende der Woche nun auch langsam zu eng im Bauch. Manchmal hat man das Gefühl, dass die Fussball-WM doch noch nicht abgepfiffen wurde, so sehr rumpelt und tritt es nach außen. Lang wird es nicht mehr dauern, bis zum Abpfiff des Indoor-Games ❣️. Die Spannung steigt! 

 

Zum Schluss schauen wir gemeinsam noch ein letztes Mal auf die Zunahmen, die der Banausentrupp der Mama beschert hat. Lotte wiegt nun kurz vor der Geburt 41 Kilo (zum Glück besitzen wir eine große Hundewaage 🫣) und gleicht mit ihren Umfängen einem gut aufgegangenen Hefekloß. Nur noch wenige Tage - dann wird es wieder leichter Löttchen 🫶🏻...

Woche 7 nach Bernard (Tag 46 bis 52)

Der Ausflugsradius unseres Quartetts ist im Moment etwas eingeschränkt. Da wir gerne auch mal alle zusammen durchs Gehölz stromern, richten wir uns nun oft nach der "Dicken". Klar, wenn sie wählen kann, dann gehen wir nur ihre inzwischen bevorzugte Standard-Kurzrunde. Asmus hat sich angepasst und obwohl die Strecke kürzer ist, dauert der kleine Spaziergang zu Viert dennoch genauso lange wie ein Großer. Wir trödeln mehr, wir spielen mehr Frisbee - natürlich im Wurfmodus nur noch mit Asmus -, sitzen auf Bänken und suchen Kekse. Lotte hat natürlich auch ihre Frisbee - ohne geht gar nicht. Die Freude durchströmt den ganzen Hund, sobald der festgelegte Spielpunkt im Wald erreicht ist. Sie bekommt die geliebte Scheibe dann direkt ins Maul gereicht und wir zergeln ein wenig - das geht zum Glück auch mit dickem Welpenbauch 🥰. Wenn die Jungs morgens mal ihr Jungsding machen wollen, dann nutzt Lotte sofort die Gunst der Stunde und bleibt in der Auffahrt sitzen. Und sitzen. Und sitzen. Ist mir dann zu blöd und ich setze mich kurzerhand zu ihr. Sie ist so verblüfft, dass sie sofort aufspringt und losläuft - na bitte 🥳

 

Diese Woche gab es dann für unsere Trächtige zusätzlich zum Welpenfutter auch schon mal den ein oder anderen Napf Welpenmilch bzw. Welpenbrei. Beim letzten Wurf fand Lotte das jetzt eher so semi bis gar nicht erstrebenswert. Von daher hatte ich auch dieses Mal keine große Hoffnung. Beim letzten Mal war Asmus aber noch indoor  - jetzt ist er outdoor und starrt Lotte und alles was in ihrem Napf landet an 😅. Natürlich bekommt der Knabe auch ein wenig ab und erinnert sich prompt an seine Kinderstube. Boahhh lecker. Den Rest könnt ihr euch denken. Vor Asmus bildet sich die Mecklenburgische Seenplatte aus, während Lotte ihre Milchration andächtig schlabbert. Sie lässt nichts übrig - gar nichts - nie. Ich grinse vor mich hin und Asmus leckt seiner Mutter die Lefzen ab - da sind noch ein paar Tropfen. Lotte lässt ihn und grinst auch 😋. 

 

Nun war es noch an der Zeit, die leicht wischbare Auslegware für unsere Welpenbereiche zu besorgen. Anfang nächster Woche verwandelt sich unser Esszimmer in Lottes Reich mit Wurfbox, Vetbeds und natürlich dem geliebten Tisch unter dem sie so gerne liegt. Im Baumarkt gibt es umfangreiches Angebot, so dass wir schnell fündig werden. Allerdings haben die Böden eine Breite von 4 Metern und bilden dann bei einer Länge von 5 Metern eine fast unbezwingbare Schlange. Nach einer halben Stunde haben wir es dann aber doch geschafft und Loch Ness ins Auto gezwungen 😂. Zu Hause angekommen, finden unsere Hovis das neue "Spielgerät" mega. Während wir uns abmühen die unförmige Rollware ins Haus zu befördern, hüpfen die Hovis bellend um uns rum und versuchen ebenfalls Pfote anzulegen. Wir freuen uns schon sehr auf das Verlegen nächste Woche - natürlich mit tatkräftiger Unterstützung 😇.

Unsere bzw. Lottes Banausen haben in dieser 7. Woche eigentlich nur Eines getan - WACHSEN. Die Entwicklung aller lebenswichtigen Organe ist abgeschlossen, das Welpen-Flauschfell ist fertig entwickelt und die Knochen sind fest geworden. Diese interne Expansion führt nun unweigerlich dazu, dass Lotte auch äußerlich ihren Umstand kaum mehr verbergen kann. Die Leichtigkeit des Seins ist diese Woche flöten gegangen und Bewegung wird anstrengender und schwerfälliger. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass die Kleinen nun eine Größe von ungefähr 12 cm erreicht haben 💪🏻 (Scheitel-Steiß-Länge in Fachsprache). Das wohl Schönste waren Ende dieser Woche die ersten von außen fühlbaren Welpenbewegungen. Wenn Madam entspannt liegt und man die flache Hand auf ihren Bauch legt, ein wenig Geduld hat, dann kommen leichte Tritte und Kicke. Der erste kleine Gruß an die Welt da draußen ❤️!

 

Damit wir nicht nur pauschal über das Wachsen und die Zunahmen fabulieren, schauen wir noch einmal auf Gewicht und Maße des Mutterschiffs. Es hat sich im Vergleich zu Woche 5 wieder deutlich etwas getan. Mit knapp 40 Kilo und Umfängen, die an einen Medizinball erinnern, ist nachvollziehbar, warum Lotte mehr schnauft, langsamer trabt bzw. watschelt 🦆 und gerne auf der Seite liegt 😎...

Woche 6 nach Bernard (Tag 39 bis 45)

Diese Woche war nicht von sonderlich spannenden Ereignissen gespickt. Ob der weiterhin anhaltenden hochsommerlichen Temperaturen, blieb es bei sehr früher Morgen- und sehr später Abendaktivität. Das Wort Aktivität in Verbindung mit Lotte darf allerdings nicht überbewertet werden 😂. Wenn sie nicht manchmal so nachhaltiges Personal und einen unternehmungslustigen Sohn an ihrer Seite hätte, könnte Hündin auch schon mal den ganzen Tag auf der faulen Haut und dem dicken Bauch liegen. Wird leider nix - zumindest die kleine Runde und diese Woche 3 Mal auch die große Runde morgens stehen fest auf dem Trächtigkeits-Bewegungsprogramm. Nach kurzer keksunterstützter Motivation gehen wir die Runden mal gemeinsam mit den Männern und mal alleine. So kommt jeder auf seine Kosten und an seinen Willen 😎.

 

Lotte bekommt inzwischen ordentlich was in den Napf. Die Welpen brauchen jetzt viele Baustoffe, um weiter zu wachsen. Neben ihrem normalen Futter, gibt es jetzt auch hälftig Welpenfutter und zusätzliche Kohlenhydrate dazu. Lotte ist begeistert - und Asmus auch. Welpenfutter bekommt unser blonder Halbstarker natürlich nicht, aber an den gereichten Kohlenhydraten bestehend aus Reis, Vollkornnudeln und Kartoffeln darf er auch ein wenig partizipieren. Da wir die Beiden nebeneinander füttern, kommt so kein Neid auf und alles ist entspannt. Und manchmal hat der Knabe noch Zusatzglück und Lotte lässt ein klein wenig übrig. Er schaut uns dann immer an - darf ich das noch - BITTE! Ja, darf er und bekommt dann einfach bei der nächsten Fütterung etwas weniger 😉.

 

Und dann war da diese Woche noch das Thema mit den Paketen. Natürlich haben wir von unserem A-Wurf noch die Welpenausstattung. Aber das ist ja nun kein Grund, der die Züchterin davon abhält neue Ideen für den Welpenkindergarten und die Versorgung von Mutter und Welpen zu generieren 😇. Was gibt es Schöneres die entspannte Zeit der Vorfreude für Shopping-Touren im Netz zu nutzen. Lotte und den Banausen soll es an nichts fehlen. Verständlicherweise teilen unsere diversen Paketboten dieses Glück nicht unbedingt. Diese Woche haben sich täglich mehrere Zusteller förmlich die Klinke in die Hand gegeben - wobei Klinke nicht ganz korrekt ist. Bei jedem Klingeln an der Haustüre stürmt das Wachkommando an die Selbige und macht ordentlich Alarm - ganz so wie es sich für Hovawarte gehört. Der Blondbär schaut dabei noch keck über das Tor und dem Zusteller direkt in die Augen. Komm ruhig näher - ist doch bestimmt für uns 🥳. Das veranlasst den einen oder anderen, der nicht öfter bei uns zuliefert, zur direkten Abstellung der Armbeschwernisse in der Auffahrt und zügiger Rückkehr zum sicheren Zustellfahrzeug. Nein, die Hovis können nicht über das Tor hüpfen - aber sicher ist sicher! Die Hoviline beschränkt sich ob ihres Bauchgeschwaders auf Blickkontakt in Kniehöhe - natürlich aus Sicht von Paketzusteller nicht weniger bedrohlich 😅.

Die ordentlichen Futterportionen für Lotte sorgen dafür, dass die kleinen Banausen in ihrer Entwicklung weiter voran kommen. Nachdem sie Ende letzter Woche schon als kleine Hunde "erkennbar" waren, steht in dieser Woche vor allem weiteres Wachstum und beginnende Mineralisierung der Knochen bzw. des Skeletts im Vordergrund. Bisher hat der Banausen-Wackelpudding Lotte nicht großartig beim Laufen, Sitzen oder Liegen beeinträchtigt. Das wird sich nun gegen Ende dieser Woche ändern und in den nächsten 2-3 Wochen zum vollständigen Verlust einer irgendwie gearteten Taille führen. Lotte schiebt ihr Bäuchlein inzwischen in sämtlichen Positionen gerne in den Vordergrund und genießt die Sonderbehandlung 😇. Auch optisch hat sie aufgerüstet und sich passend zu ihrem Bauch seitliche Haarspoiler zugelegt, die trotz Bürsten ordentlich abstehen und für recht witziges Aussehen sorgen. 

 

Passend dazu lassen sich auch die Banausen nicht lumpen und haben sich in dieser Woche ihr künftiges Haarkleid zugelegt. Ebenso ist nun geklärt, ob Testosteron oder Östrogen die Hauptrolle spielen wird. Ob sie nun als blonder Bub oder als schwarzmarkenes Mädel oder doch anders herum die Welt und die ❤️ erorbern bleibt zumindest noch knapp 3 Wochen großes Banausen-Geheimnis. Wir jedenfalls freuen uns auf ALLE die da kommen werden 🥰.

Woche 5 nach Bernard (Tag 32 bis 38)

Letzten Sonntag Abend sind dann auch Jörg und Asmus aus der Normandie zurückgekehrt. Lotte hatte zwischendurch schon immer mal an unserem Tor den Posten bezogen und gewartet 😉. Sie freut sich überschwänglich als Jörg aus dem Auto steigt und sie begrüßt. Endlich wieder alle vereint! Im Kofferraum jodelt es - der Blondbär möchte auch zur Party. Als ich ihn aussteigen lasse, schaut Lotte etwas ungläubig. Wie - der ist auch mit angereist??? Asmus läuft zu seiner Mama, freut sich, leckt ihr die Lefzen, umgarnt sie, spielt sie an. Es dauert nur einen kurzen Moment, dann ist Lotte seinem Charme erlegen und freut sich zurück. Also doch gut, dass ALLE wieder zusammen sind 🥰.

 

Mit der Rückkehr der "Männer" haben wir dann sozusagen unmittelbar die Abkehr von jeglicher Futtermäkelei. Die erste gemeinsame Fütterung am nächsten Morgen ist legendär. Asmus freut sich auf seine Portion, was er mit Gesangseinlagen kundtut. Lotte steht im Türrahmen und überlegt angestrengt (meine Interpretation) ob sie gleich wohl ohne weitere Verzögerung fressen könnte. Nach Ausgabe der inzwischen gleich großen Portionen legen die Beiden los. Während Asmus zügig inhaliert, frinselt Madam in ihrem Napf rum. 1 Minute später glotzt Sohnemann verständnislos nach links - die hat ja immer noch was da drin! Er versucht sich ranzupirschen - ich ermahne ihn. Er setzt sich neben sie und starrt sie an - wartend. Lotte hebt kurz den Kopf und sieht seinen gierigen Blick. 30 Sekunden später ist ihr Napf blitzeblank und sie schreitet mit erhobener Rute von dannen. Und er? Starrt immer noch - jetzt allerdings sehr enttäuscht 😅. 

 

Auch beim Thema Spaziergang unterstützt Asmus wo er nur kann - hat er doch ein hohes Interesse an ausgiebigen Waldrunden. Nachdem gegen Ende der Woche wieder die Hitze mit Anwesenheit und mein Mann mit Abwesenheit (keine Sorge nur kurzfristig) glänzt, rüste ich mich um 7 Uhr morgens zum Spaziergang. Beide Hunde sind ob der frischen Morgenbrise begeistert und wir stampfen zügig los - ca. 50 Meter. Dann kommt die bekannte erste Gabelung. Lotte - inzwischen Meisterin im Durchsetzen ihres Willens - biegt zielstrebig nach links. Asmus entscheidet sich zeitgleich für die große Runde und biegt nach rechts. Und ich - stehe wie ein Ampelmännchen mit weit ausgestreckten Armen in der Mitte. Super - links wie rechts 36 Kilo Hund und beide stur. Ich hoffe inständig, dass unsere Nachbarn noch in den Kissen sind und dieses Spektakel nicht mitbekommen 🫣. Ich versuche mein Glück bei der Hoviline und ermuntere sie freundlich, dass wir heute mal die große Runde gehen. Nichts. Plötzlich lässt der Zug auf meinem rechten Arm nach - Asmus schlendert zu seiner Mutter, leckt ihr die Lefze und nestelt an ihrem Ohr. Und sie - steht auf und läuft gemeinsam mit ihrem Sohn nach rechts - wir gehen an diesem Morgen die GROßE Runde ❤️. 

Nachdem die Entwicklung der Banausen-Embryonen bisher mit der menschlicher Embryonen vergleichbar war, zünden die Kleinen ab dieser Woche den Turbo. Viel Zeit bleibt ihnen ja jetzt nicht mehr bis Anfang August. Der nächste Entwicklungsschub verdient natürlich auch den korrekten Namen: Embryo war gestern - heute ist Fötus. Durch das Wachstum kommt der Stoffwechsel jetzt so richtig in Gang, was auch zu entsprechenden Abbauprodukten führt. Damit die empfindlichen Augen keinen Schaden nehmen, wachsen die Augenlider in dieser Woche fest zusammen. Der Kopf ist nun deutlich vom Rumpf zu unterscheiden, Zehen und Krallen beginnen sich zu bilden, Tasthaare sprießen und die Extremitäten gewinnen an Länge. Und die kleinen Lauscher sind nun schon groß genug, um den Gehörgang zu bedecken. Alles in Allem sehen die Banausen jetzt schon aus wie kleine Hunde 🐾❣️.

 

Diese Woche gönnen wir uns dann auch nochmal den Blick auf Lottes derzeitige Maße. Es hat sich schon einiges getan im Vergleich zur Ausgangslage. Das Bäuchlein ist schon ordentlich gewachsen, so dass die Waage inzwischen keinen Unterschied mehr zu ihrem Sohn anzeigt 😇. Wenn man sich die Umfangsmaße am Heck anschaut, dann ist das auch nicht verwunderlich. 

Woche 4 nach Bernard (Tag 25 bis 31)

Nach ein paar letzten Stunden am Strand habe ich mich mit Lotte Mitte der Woche auf den Heimweg gemacht. Der Blondbär samt Herrchen bleibt noch wenige Tage länger, da es vor Ort noch ein paar Dinge zu erledigen gibt. Lotte hat ob ihrer Ausmaße das etwas breitere Abteil in der Doppelbox zur Verfügung, so dass eine entspannte Autofahrt gesichert ist. Sie verschläft den Großteil der Reise, was nicht zu Verwunderung führt, da sie momentan sowieso am Liebsten schläft. Die eingeschobenen Waldspaziergänge genießt sie dann sehr, während ich immer rundum peile, ob sich ein geruchsberauschter Fellträger nähert. 

 

Nachdem nun das heimische Waldgebiet satte 3 Wochen nicht patroulliert wurde, geht's am nächsten Morgen erstmal auf eine ausgiebige Spazierrunde - dachte ich 😉. Der Morgen beginnt allerdings damit, dass Lotte zunächst darauf bedacht ist, den größtmöglichen Abstand zu ihrer Futterschüssel zu wahren. Sie schaut angewidert auf ihr Trockenfutter mit Fleisch und dreht ab. Gut, das ist jetzt kein großes Drama und könnte ein weiterer Hinweis auf das bald zu lüftende Geheimnis sein. Da der blonde Staubsauger gerade noch in der Ladestation in Frankreich hängt, wandert die Futterportion in die Mülltonne. 

Ich rüste mich für den Spaziergang und freue mich auf eine große Waldrunde mit meinem Löttchen. An der ersten Gabelung biegt Lotte dann erstmal zielstrebig in die kürzere Runde ein. Okay - kein Problem - das können wir an der nächsten Gabelung korrigieren - dachte ich 🥳. Daraus wird aber leider gar nichts, da die Hoviline erst einen Sitzstreik ausruft, den sie nach kurzem Austausch mit mir dann zu einem Liegestreik ausweitet. Da sie sich heute Vormittag ja noch zusätzlich im Futterstreik befindet, sind meine Möglichkeiten etwas limitiert. Leicht grummelnd gebe ich nach und wir gehen die kurze Runde zurück nach Hause. Lotte ist gut gelaunt - als Hovawart weiß sie natürlich, dass diese Runde an sie ging - im Wahrsten Sinne des Wortes. 

 

Zu Hause angekommen versuche ich mein Futterglück erneut mit einer anderen Trockenfuttersorte - jetzt müsste sie doch Hunger haben - dachte ich. Lotte schaut mich verständnislos an - ganz so als hätte sie noch nie in ihrem Leben Trockenfutter vorgesetzt bekommen. Auch die Quark- und Gemüsezugaben verändern die Situation nicht. Nützt nichts - Essen auf Rädern muss her - oder auch die Chefin muss einkaufen gehen. Nach erfolgreichem Beutezug im nahegelegenen Supermarkt kredenze ich der Diva dann sanft gegartes Hähncheninnenfilet an Reis mit Möhrenstampf und einem Körnerkäsetopping. Sie grinst mich förmlich an, während die Sabberfäden schon die Fliesen treffen. Endlich hast du mich verstanden Frauchen 😎...

Und dann war am Freitag der große Moment gekommen, das Geheimnis um die kleinen Banausen zu lüften. Damit der Ultraschallkopf schmatzend an die Bauchdecke kommt, musste Lotte einen kleinen Teil ihres heiligen Bauchfells opfern. Die Tierärztin setzt den Ultraschallkopf an und sofort erscheint der erste gut entwickelt Banause in seiner Fruchtblase. Das kleine Herzchen schlägt kräftig und man kann sogar schon den Bauch, Kopf und die 4 Knospen für die Extremitäten erkennen. Was für ein schöner Moment und was für eine Faszination dieses kleine Lebewesen zu sehen, was nun in nur 4,5 weiteren Wochen zu einem kleinen Hovawart heranwächst. Meine Frage, wie groß die Embryonen jetzt sind, kann dank gezielter Messung auch sofort beantwortet werden: 2 cm 🥰.

 

Und dann begibt sich der Ultraschallkopf auf die Reise entlang der beiden Gebärmutterhörner, um alle vorhandenen Banausen zu sichten und ungefähr zu wissen, wie voll unsere Schnullerbox werden wird. Die genaue Anzahl bleibt unser und Lottes Geheimnis - aber eins können wir sagen: es wird viel los sein in 5 Wochen  ❤️

Woche 3 nach Bernard (Tag 18 bis 24)

Genau genommen hat sich an unserem eingespielten Rhythmus in dieser Woche nicht so berauschend viel geändert. Da allerdings auch die Normandie leider nicht von dieser extremen Hitze verschont geblieben ist, waren wir gezwungen, die Aktivitätszeiten für uns und die Hovis auf den frühen Morgen und den späten Abend zu verschieben. Insbesondere die Hoviline mit ihrem tiefschwarzen Haarkleid hat bei den Temperaturen und der Sonneneinstrahlung schneller den Garzustand "medium-done" erreicht als ein Steak auf dem Grill 🔥. So düdelte dann bereits um 6:30 Uhr das Handy vor sich hin, um bekannt zu geben, dass die geplante Aufstehzeit nun gekommen ist. Lotte hebt an Tag 1 der neuen Tageseinteilung ungläubig den Kopf um zu prüfen, ob ihre Menschen tatsächlich schon von der Waagerechten in die Senkrechte wechseln. Als Jörg und ich genau das tun, starrt sie uns durchdringend an - legt euch bloß wieder hin - es ist viel zu früh! Wir ziehen uns an und Madam starrt uns weiter an. Kurze Zeit später ist ihre Entscheidung dann gefallen und sie lässt sich mit einem tiefen Seufzer wieder auf die Seite fallen und schläft weiter 😴.

 

Aber es gibt ja bekanntermaßen nicht nur die "umständliche" Schwarzmarkene in unserem Haushalt, sondern auch ein zu jeder Tages- und Nachtzeit zu Späßen aufgelegtes Blondgetier. Lotte hat den Kopf noch nicht ganz wieder auf ihr Hundekissen gebettet, da stürmt Asmus wild wedelnd und voller Lebensfreude ins Schlafgemach und findet es super, dass jetzt offenbar schon Action angesagt ist. Er tänzelt zu ihr hin, leckt ihr die Lefze und nestelt an ihrem Ohr rum. Auch wir werden von ihm mit umfangreichen Hovi-Liebesbekundungen bedacht, was uns ein Grinsen, seiner Mama jedoch eher ein Brummen entlockt. Damit hat unser Charmebolzen aber nun gar keine Verträge - heißt übersetzt: es interessiert ihn nicht und er macht einfach weiter. Spielstellung vor der noch Ruhenden garniert mit ein wenig obertönigem Gejodel und weiteren Schleckbeigaben. Spätestens jetzt hat auch Lotte eingesehen, dass es mit der Ruhe nun dahin ist und der Tag JETZT begonnen wird. Nach einer kleinen Morgenmahlzeit für die beiden Fellträger geht es dann um 7:00 Uhr am Strand. Es ist schön, es ist leer, es weht noch eine kühle Brise und das Wasser ist angenehm. Jetzt freut sich auch die Lotte 🥰.   

 

Nach dem Strandgang ist dann den Rest des Tages Ruhen an verschiedenen kühlen Liegeplätzen im Haus angesagt. Alle sind zufrieden und froh, dass es keine größere Notwendigkeit gibt, sich der Außenwelt zu stellen. Da haben wir wirklich Glück! Und da uns dieses Wochenritual nun schon mehrere Tage begleitet, hat sich auch unsere Langschläferin inzwischen angepasst, so dass wir nun um halb sieben von 2 Hovis ausgiebig verwöhnt werden 😜.

Nachdem nun hoffentlich jede Banausen-Blastozyste einen passenden Ankerplatz gefunden hat, schlüpfen die Zellhäufchen nun aus der sie umgebenden Schutzhülle. Das ist jetzt auch dringend erforderlich, da es sonst mit weiterem Wachstum eher mau aussieht. Es entwickeln sich nun die drei Keimblätter - das Innere, das Äußere und die Mittelschicht - woraus später die Organe angelegt werden. Und eines der wichtigsten Organe nimmt diese Woche erstmalig seine Funktion auf - die kleinen ❤️ fangen an zu schlagen. Das ist zugegebenermaßen eine schöne Vorstellung und unsere Banausen haben nun das gute Recht sich Embryonen zu nennen. Mitte dieser Woche haben sie etwa die Größe einer Erbse erreicht - immerhin 💪🏻. 

 

Zum Ende dieser 3. Woche bilden sich dann schon kleine Knospen an den Erbsen, die der Startschuss für die wunderbaren Hovi-Extremitäten sind. So früh beginnt sich zu entwickeln, was hoffentlich später eine kraftvolle Vorhand und einen guten Schub aus der Hinterhand bedeutet und dem Hovawart sein schönes ausgreifendes Gangwerk ermöglicht. Und während ich das hier so schreibe, liegt Lotte dicht an meinen Stuhl gekuschelt und träumt vor sich hin. Dabei zuckt die Schnute und die Vorder- und Hinterläufe zappeln wild - so als würde sie gerade schnell über Stock und Stein flitzen - irgendwie passend 🥰.

Woche 2 nach Bernard (Tag 11 bis 17)

Wir sind nun in Woche 2 endgültig im Urlaubsmodus angekommen. Die Sonne scheint, das Meer rauscht, der Sand klebt im Fell und an den Fußsohlen und das Essen schmeckt. Nach ausgedehnter Nachtruhe, die die Hoviline ob ihrer vermuteten und von ihr zelebrierten Umstände bei uns im Schlafgemach verbringen darf, geht es nach dem Frühstück meist an einen der nah gelegenen, weiten Strände. Während Asmus den Bewegungsschalter unmittelbar auf "ON" umlegt, überlegt sich Lotte erstmal, wie sie wohl an ihr Bällchen kommen kann, ohne dafür rennen zu müssen 😇. Sie tänzelt vor uns hin und her und versucht durch Schnauzen-Hand-Stupser die Ausgabe des geliebten Chuck-it direkt ins Maul zu erreichen. 

 

Ja nun - leider nein - leider gar nicht. Wenigstens beim ersten Wurf der Bälle muss auch sie ihren Plüschpo in Wallung versetzen und dem Ball hinterher rennen. Tut sie dann auch. Und wenn der Ball dann einmal in ihrem Maul "Platz genommen hat" verbleibt er dort meist für den restlichen Spaziergang. Asmus bringt sein Bällchen immer freudig zum Schleuder-Träger zurück und fordert erneutes Werfen ein. Während er im Vollgas-Modus über den Strand pest, trabt das Löttchen in leicht federndem Gang, Rute hoch erhoben, hinter ihm her. Sie legt sicherlich die gleichen Kilometer am Strand zurück wie ihr Sohn, aber eben in angepasstem Tempo. Schon faszinierend, wie sie ganz von selbst genau das tut, was gut für sie ist.

Und auch unser Asmus verhält sich ihr gegenüber angepasst. Wo noch vor wenigen Wochen gerempelt und gerauft wurde, ist er heute vorsichtig und nimmt eher eine Beschützerrolle ein. Gut, das ist natürlich für so ein Pubertier wie er es gerade ist, auch ein Höhenflug. ER - der große Meister und Beschützer. Man sieht förmlich wie ihn dieses stolze Strahlen umgibt 😅.

 

Offenkundig umgibt Lotte derzeit noch eine weit ausstrahlende Geruchs-Aura. Wir können fast sicher sein, dass bei unseren Ausflügen weitere vierbeinige Fellträger unser Rudel erweitern möchten. Die zugehörigen Menschen sind meist, wie auch schon in der Trächtigkeit unseres A-Wurfes, klein, sehr klein oder überhaupt nicht zu sehen. Lotte darf diese ungebetenen Gäste momentan weder bewirten noch rausschmeißen. Das obliegt allein Asmus oder dem zweibeinigen Thekenpersonal. Bislang haben deutliche Worte der Zweibeiner oder eindeutige Blicke des Vierbeiners aber immer ausgereicht, dass wir die Tanzfläche wieder für uns hatten. Fazit: mit Hovawart(en) wird deine Kommunikation klarer 😎.  

 

Nachmittags gibt es dann meist zur Auslastung der ebenso wichtigen mentalen Ebene noch ein wenig Futtersuchspiele oder kleinere Trainingseinheiten. Die Hoviline ist schließlich nicht krank, sondern bestenfalls trächtig. Und wenn ich sehe, wie sehr Lotte sich freut wenn ich die Trainingsweste anziehe, dann weiß ich - alles genau richtig so. 

Für unsere Banausen oder die, die es demnächst werden wollen, stand in dieser Woche  nicht Faulenzen sondern eher Exkursion auf dem Programm. Nach ihrem langen Aufenthalt im Eileiter und der anschließenden langen Wanderung in die Gebärmutter, haben die Banausen einen kurzen Moment der Schwerelosigkeit. Wie kleine Raumfahrer schwimmen sie frei in der Gebärmutter und bereiten sich auf den großen Moment vor - das Andocken ⚓️.

Lotte hat, wie natürlich alle anderen Hunde auch, eine Y-förmige Gebärmutter - in der Fachsprache also 2 Gebärmutterhörner, die viel Raum zum Andocken bieten.

Nach dem großen Freischwimmen verteilen sich die Zellhäufchen dann gleichmäßig auf die beiden Hörner und suchen sich ihre Ankerplätze. Erste zarte Bande werden mit der mütterlichen Schleimhaut geknüpft, bevor dann nach 24-36 Stunden eine feste Verbindung zwischen Mutter und werdendem Embryo entstanden ist.

 

Mit Reisen ist es dann diese Woche für die Banausen nun erst einmal zu Ende. Jetzt heißt es nach dem erfolgreichen Ankern für die nächste Woche: volle Kraft auf Expansion. Und es wird sich Einiges tun...🥰

Woche 1 nach Bernard (Tag 1 bis 10)

Nachdem unsere Tschechien-Mission so erfolgreich war und wir eine sehr entspannte Rückfahrt hatten, die Lotte zufrieden verschlafen hat, folgten noch ein paar Tage Alltag in Bochum. Bei den Zweibeinern stand die Vorbereitung der nun anstehenden Normandie-Auszeit im Vordergrund, während die Vierbeiner - zunächst noch getrennt - entweder schlafen (Lotte) oder Unfug (Asmus) unterm Pony hatten. 

Lotte stand den angebotenen Spaziergängen zwar grundsätzlich positiv gegenüber, aber nur solange die Keksversorgung entsprechend gewährleistet war. Unsere normale Morgenrunde versuchte sie dann unterwegs zu verkürzen, indem sie an einer Weggabelung einfach sitzen blieb. So nicht Fräulein, dachte Frauchen und ging zügig weiter. Fräulein blieb jedoch sitzen...und sitzen...und immer noch sitzen. Also aus Trächtigkeitswoche 7 oder 8 kannte ich dieses Verhalten meiner Hoviline - aber an Tag 4 🫣. Nachdem der Abstand zwischen uns mittlerweile so groß geworden war, dass Lotte für mich auf Dackelgröße geschrumpft war, setzte sie sich laaaangsam in Bewegung. Als sie nach einer gefühlten Ewigkeit bei mir ankam, verlangte sie für den überaus weiten Weg aber nun auch ordentlich Belohnung. Das wird lustig die nächsten Wochen 😎.

 

Am Dienstag stand dann noch einmal eine Inspektion durch unsere Tierärztin sowie die Herpesimpfung auf dem Programm. Lotte gab wieder einmal die Diva und versuchte schnell ins nahe gelegene Waldgebiet abzubiegen. Da konnte sie plötzlich wunderbar schnell laufen! An Überzeugungskraft mangelt es aber nun weder mir noch der Tierärztin, so dass die Hoviline dann doch in der Praxis untersucht und geimpft werden konnte. Alles in bester Ordnung und so wie es sein soll - der Urlaub kann kommen!

Nachdem Lottes Läufigkeitsblutung mittlerweile fast vollständig abgeklungen war, stand der Wiedervereinigung mit ihrem Sohn Asmus nichts mehr im Weg. Asmus konnte sein Glück kaum fassen und hat natürlich doch mal probiert, ob "Mann" bei der Mama noch etwas reißen kann. Jo, konnte er - gab einmal einen ordentlichen Satz "heiße Öhrchen", so dass er der Jungrüde schnell verstanden hat, dass hier nix mehr zu holen ist. Seitdem sind unsere zwei Vierbeiner wieder ein Herz und ein Geöle. Entspannte Hunde = entspannte Menschen oder  andersherum oder wie auch immer. Wichtig jedenfalls für uns Alle: Rudel wieder vereint und beste Brutbedingungen für Lotte 🥰.

 

Am Mittwoch ging es dann sehr entspannt in die Normandie, wo wir nun die nächsten 3 Wochen zusammen genießen. Lotte & Asmus lieben die ausgedehnten Strandspaziergänge und Lotte gönnt sich davor und danach  immer viel Ruhezeit. TOP-Bedingungen für kleine Banausen ❤️!

In den ersten 10 Tagen nach einem Deckakt passiert für die Außenwelt sichtbar natürlich nicht viel. Aber intern geht schon ordentlich die Post ab oder besser gesagt die Zellteilung los. Die Samenzellen treffen in den ersten beiden Tagen auf die Eizellen und nur die mit dem passenden Schlüssel, der sich Proteinmischung nennt, schaffen es die jeweilige Eihülle zu durchdringen. Ist das erfolgreich, verändert sich die Außenhülle sofort und wird für weitere Samenzellen undurchdringbar. Die Befruchtung ist erfolgt und die Grundlage für den genetischen Code des zukünftigen Welpen geschaffen. Und dann beginnt in rasendem Tempo die Zellteilung, wobei die einzelnen Zellen "programmiert" werden und der Bauplan Hund bestimmt wird. 

Am heutigen 10. Tag haben die Zellhäufchen dann auch schon einen speziellen Namen - natürlich neben dem ultimativen Namen Banausen 😅: als so genannte Blastozysten (= erste embryonale Zellstrukturen) reisen sie nun in den nächsten Tagen vom Eileiter in die Gebärmutter. Bleibt also neugierig auf den nächsten Reisebericht unserer Banausen 💌.

Und dann gibt es zu späteren Vergleichs- und Kontrollzwecken schon einmal die Ausgangsmaße sowie das aktuelle Gewicht unserer Hoviline. Mal sehen, was hier so die nächsten 8 Wochen passiert 🥳...

© Verena Bergmann. Alle Rechte vorbehalten. 

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